[Campbell Biology P.1019] Ein Schlangenbändiger wird von einer Giftschlange gebissen und mit ... | Practice Question

Ein Schlangenbändiger wird von einer Giftschlange gebissen und mit Antivenin behandelt. Wenn derselbe Bändiger erneut von derselben Art gebissen wird und dasselbe Antivenin erhält, warum könnten bei der zweiten Behandlung schädliche Nebenwirkungen auftreten, selbst wenn das Antivenin das Gift wirksam neutralisiert?

  • A: Das Antivenin wird nach der ersten Exposition weniger wirksam, was zu einer schwächeren therapeutischen Wirkung führt.
  • B: Das Immunsystem des Schlangenbändigers könnte nach der ersten Exposition eine allergische (hypersensitive) Reaktion auf Bestandteile des Antivenins entwickelt haben.
  • C: Das Gift des zweiten Bisses ist wahrscheinlich stärker und überfordert die Kapazität des Antivenins.
  • D: Antivenin verursacht immer Nierenfunktionsstörungen, und der Effekt ist bei wiederholten Dosen kumulativ.

Explanation

Antivenin wird typischerweise in Tieren z.B. Pferden hergestellt und enthält fremde Proteine. Bei der ersten Exposition kann das Immunsystem des Schlangenbändigers diese fremden Proteine als Antigene erkennen und Antikörper, einschließlich IgE, produzieren. Eine spätere Exposition gegenüber demselben Antivenin kann dann eine IgE-vermittelte allergische Reaktion Hypersensitivität auslösen, da das Immunsystem nun gegenüber den Antivenin-Komponenten 'sensibilisiert' ist, was zu schädlichen Nebenwirkungen wie denen bei Heuschnupfen oder schwereren Reaktionen führt.