[Campbell Biology P.153] Ein Patient hat über einen längeren Zeitraum ein bestimmtes Beruhig... | Practice Question

Ein Patient hat über einen längeren Zeitraum ein bestimmtes Beruhigungsmittel eingenommen und benötigt nun eine höhere Dosis, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Welches zelluläre Organell ist hauptsächlich an diesem Phänomen beteiligt und welcher molekulare Mechanismus liegt dem zugrunde?

  • A: Raues ER; es vermehrt sich, um die Proteinsynthese für den Medikamentenabbau zu erhöhen.
  • B: Golgi-Apparat; er modifiziert und verpackt das Medikament zur Ausscheidung.
  • C: Glattes ER; seine Enzyme fügen den Arzneimittelmolekülen Hydroxylgruppen hinzu, wodurch sie wasserlöslicher werden, und chronischer Medikamentenkonsum führt zur Proliferation des glatten ER und seiner assoziierten Entgiftungsenzyme.
  • D: Lysosomen; sie enthalten hydrolytische Enzyme, die das Medikament abbauen, und ihre Aktivität nimmt mit längerer Medikamentenexposition zu.

Explanation

Der Text besagt ausdrücklich: „Andere Enzyme des glatten ER helfen bei der Entgiftung von Medikamenten und Giften, insbesondere in Leberzellen. Die Entgiftung beinhaltet normalerweise das Hinzufügen von Hydroxylgruppen zu Medikamentenmolekülen, wodurch diese wasserlöslicher und leichter aus dem Körper ausgeschieden werden können.“ Es wird auch erwähnt, dass „Barbiturate, Alkohol und viele andere Medikamente die Proliferation des glatten ER und seiner assoziierten Entgiftungsenzyme induzieren, wodurch die Entgiftungsrate erhöht wird. Dies wiederum erhöht die Toleranz gegenüber den Medikamenten, was bedeutet, dass höhere Dosen erforderlich sind, um einen bestimmten Effekt, wie z.B. Sedierung, zu erzielen.“ Dies erklärt direkt das Phänomen der Medikamententoleranz.